13.11.19 // 1. Damen

Spielbericht 5. Spieltag | Spvg Steinhagen - 1. Frauen 34:28 (22:10)

Trotz hohem Rückstand Moral bewiesen


Am vergangenen Samstag trafen wir am späten Abend auf die Spvg Steinhagen, den Vorjahresvierten der Verbandsliga. Patta machte uns vor dem Spiel klar, dass das zwar eine schwere, aber keine unlösbare Aufgabe ist. Wir waren durch das Training und die Instruktionen von Patta gut auf den Gegner eingestellt und wollten nach den beiden Auswärtsniederlagen gegen Hüllhorst und Brockhagen nun endlich die ersten beiden Punkte in der Fremde holen.

Leider folgten wir der von Patta im Vorfeld ausgegebenen Marschroute in den ersten dreißig Minuten so gar nicht. Vielmehr spielte nur eine Mannschaft ansehnlichen Handball und das war Steinhagen. Vorne wirkten wir ideenlos und scheiterten mit unseren Wurfversuchen ein ums andere Mal an der reaktivierten Nina Köhne im Steinhagener Tor. Schlimmer war nur noch unser Rückzugsverhalten, welches in der ersten Halbzeit überhaupt nicht gegen das gute Tempospiel der Gastgeberinnen ankam. So hatte Steinhagen leichtes Spiel und kam in erster Linie über die erste und zweite Welle zu einfachen Toren. Auch im aufgebauten Angriff lief es für Steinhagen: unsere Abwehr agierte viel zu harmlos und passiv, sodass Spvg-Rückraumshooterin Pia Neubauer alleine im ersten Durchgang siebenmal einnetzte. Mit einem satten 12 Tore Rückstand ging es beim Halbzeitstand von ‪22:10‬ in die Kabine.

Die Halbzeitansprache von Patta war kurz, aber eindringlich. Keiner von uns wollte in der zweiten Halbzeit so weitermachen und das Spiel einfach abschenken. Kurz vor Wiederanpfiff schworen wir uns also neu ein und nahmen uns nicht nur vor, spielerisch eine Schippe draufzulegen, sondern vor allen Dingen - ungeachtet vom Spielstand - bis zum Schluss zu fighten und Gas zu geben.

Nach Wiederanpfiff starteten wir plötzlich wie ausgewechselt in die Partie. Vorne spielten wir viel dynamischer und temporeicher als noch in der ersten Halbzeit. Besonders Nele auf Rechtsaußen wirkte in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit als belebendes Element in unserem Angriff. Nicht nur, dass sie zwischen der 30. und 38. Minute drei Treffer erzielte, noch dazu holte sie 7 Meter für uns und Zeitstrafen gegen Steinhagen heraus. So sah sich Steinhagens Trainer Steffen Thiede bereits in der 38. Minute beim Stand von 23:16 früh zu seiner letzten Auszeit gezwungen.

Vorne waren es neben der bereits erwähnten Nele vor allen Dingen Pfanne, Denise und Leanne, die sich nun gegen die Steinhagener Abwehr durchzusetzen wussten. Auch hinten funktionierten die Absprachen untereinander viel besser, sodass Nicoletta im Tor einige Bälle mehr als noch in der ersten Hälfte entschärfen konnte. Wir ließen zwar nicht locker und kämpften unermüdlich weiter, aber näher als beim Stand von 31:25 (53.) bzw. 32:27 (57.) kamen wir nicht mehr heran.

So mussten wir uns am Ende mit 34:28 geschlagen geben. Leider haben wir uns die Niederlage angesichts unserer Leistung in der ersten Halbzeit selbst zuzuschreiben. Die zweite Halbzeit, die wir übrigens deutlich mit 18:12 für uns entscheiden konnten, hat nämlich genau das gezeigt, was Patta vor dem Spiel prophezeit hatte: ein Sieg wäre durchaus drin gewesen. Trotz der Tatsache, dass es immer noch nicht zum ersten Auswärtssieg gereicht hat, können wir mit unserer kämpferischen Leistung in der zweiten Halbzeit sehr zufrieden sein. Wieder einmal hat sich gezeigt, was die richtige Moral, eine positive Einstellung und gute Stimmung auf der Platte und auf der Bank alles bewirken können. Wenn wir dies beim nächsten Mal über die volle Spielzeit abrufen können, sind ganz bestimmt auch zwei Punkte drin. An dieser Stelle wollen wir noch einmal beste Genesungswünsche an Steinhagens Lisa Kraßort senden, die sich in der Schlussphase des Spiels leider schwer am Knie verletzt hat. Wir wünschen gute Besserung!

Nun aber blicken wir gespannt dem nächsten Spiel entgegen. Am Samstag nämlich geht es schon weiter, wenn wir zuhause die Mädels der zweiten Mannschaft des HSV Minden-Nord empfangen. Ein ausführlicher Vorbericht zu diesem Spiel folgt wie immer noch.

Munter bleiben!

Eure 1. Frauen

Es spielten: Beekhuis (1.-19.), Pousine (20.-60.) - Pfannenschmidt (7/3), Schwier (5/1), Hart (4), Themann (4), Renneberg (3), J. Mittmann (2/1), Wäke (2), A. Mittmann (1), Werner, Buddensiek, Millmann, Kelle

Quelle:
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